Grundbuch-Gebührenbefreiung ausgelaufen: Was Käufer jetzt wissen müssen
Juli 2026
Seit 1. Juli 2026 gilt beim Immobilienkauf in Österreich wieder die volle Grundbuch- und Pfandeintragungsgebühr. Die befristete Befreiung, die seit April 2024 galt, ist mit 30. Juni ausgelaufen. Bis dahin konnten private Käuferinnen und Käufer beim Erwerb von Wohnraum bis zu einem Kaufpreis von 500.000 Euro pro Person von der Eintragungsgebühr (1,1 %) und – bei Finanzierung über ein Pfandrecht – von der Pfandeintragungsgebühr (1,2 %) befreit werden. Zusammen ergab das eine mögliche Ersparnis von bis zu 2,3 % der Bemessungsgrundlage.
Wer die Befreiung in den vergangenen beiden Jahren in Anspruch genommen hat, sollte eine wichtige Bedingung im Blick behalten: Die Immobilie muss fünf Jahre lang als Hauptwohnsitz genutzt werden. Wer früher auszieht oder verkauft, muss die Gebühren nachträglich entrichten.
Für alle, die jetzt neu kaufen, bedeutet das Auslaufen der Regelung: Die Nebenkosten beim Immobilienerwerb steigen wieder spürbar. Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro macht allein die Grundbucheintragungsgebühr rund 4.400 Euro aus – ein Betrag, der bei der Finanzierungsplanung ab sofort wieder eingerechnet werden muss.
Unser Tipp: Wer den Kauf einer Immobilie in Wien, im Speckgürtel oder im Weinviertel plant, sollte diese Nebenkosten von Anfang an realistisch einplanen. Wir beraten dich gerne zu allen Kosten rund um deinen Immobilienkauf.
Quelle: WKO — Befreiung von Grundbuch- und Pfandeintragungsgebühr
Halbjahresbilanz 2026: Österreichs Immobilienmarkt erholt sich
Juli 2026
Der österreichische Immobilienmarkt zeigt zur Jahresmitte 2026 deutliche Anzeichen einer Stabilisierung. Nach zwei Jahren mit rückläufigen Preisen und eingebrochenem Transaktionsvolumen berichten Marktbeobachter von steigenden Transaktionszahlen in vielen Regionen und moderat anziehenden Preisen.
Auffällig ist dabei die Qualität der Erholung: Statt einer erneuten Überhitzung wie in früheren Boomphasen entwickelt sich der Markt organischer. Käuferinnen und Käufer vergleichen genauer, verhandeln bewusster und orientieren sich stärker am tatsächlichen Zustand einer Immobilie — die Preise spiegeln damit wieder realistischere Werte wider.
Offen bleiben allerdings strukturelle Herausforderungen: Es entstehen weiterhin zu wenige neue Wohneinheiten, was langfristig zu Engpässen führen könnte. Besonders in Städten bleibt leistbarer Mietwohnraum knapp.
Für Verkäuferinnen und Verkäufer ist die aktuelle Marktphase eine gute Nachricht: Mit stabilisierten Zinsen und wieder wachsender Nachfrage lässt sich eine Immobilie derzeit realistischer und oft auch schneller vermarkten als noch vor einem Jahr.
Quelle: OTS — Gesundheitscheck für Österreichs Immobilienmarkt
Preise im Weinviertel und Speckgürtel ziehen 2026 wieder an
Juli 2026
Wer in Wien, im Speckgürtel oder im Weinviertel eine Immobilie sucht, spürt es aktuell deutlich: Die Nachfrage zieht wieder an. Nach einer kurzen Beruhigungsphase steigen die Preise im Wiener Umland spürbar, Expertinnen und Experten rechnen 2026 mit einer neuen Preiswelle — vor allem bei Einfamilienhäusern. Besonders gefragt sind Objekte im Speckgürtel rund um Wien, wo die Nachfrage im Jahresvergleich um rund 5,8 % steigen soll.
Für ganz Niederösterreich wird 2026 ein durchschnittlicher Preisanstieg von etwa vier Prozent erwartet. Ein Grund dafür: Pendlerinnen und Pendler halten weiterhin an der Nähe zu Wien fest, während die Infrastruktur im Umland stetig wächst.
Im Weinviertel selbst zeigt sich ein differenziertes Bild: In wiennahen Lagen bleibt die Nachfrage hoch und die Preise entsprechend stabil bis steigend. Mittlere Lagen rund um Gänserndorf und Mistelbach stabilisieren sich, während günstigere Bezirke wie Hollabrunn zunehmend Käuferinnen und Käufer anziehen, die auf der Suche nach leistbaren Alternativen sind.
Die Gründe für die Trendwende: zurückkehrende Käufer, ein knappes Angebot und der anhaltende Wunsch nach dem Leben im Grünen — begünstigt durch stabilisierte Zinsen und wieder etwas großzügigere Kreditvergabe der Banken.
Als Maklerbüro mit Standorten in Wien und Wolkersdorf beobachten wir diese Entwicklung besonders genau — und beraten dich gerne, wie sich diese Trends auf den Wert deiner Immobilie auswirken.
Quelle: meinbezirk.at — So entwickeln sich die Preise 2026 in deinem Bezirk